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Geschichte

 

Plavia-Arminia ist aus mehreren Vorgängerverbindungen entstanden, die alle in Leipzig ihre Heimat hatten, in der hiesigen Gesellschaft verwurzelt waren und das akademische Fechten pflegten.

Die Landsmannschaft Plavia wurde am 2. Mai 1855 in Leipzig gegründet. „Plavia“ ist der lateinische Name für Plauen im Vogtland. Der Name wurde gewählt, weil mehrere Gründungsmitglieder aus dem Vogtland kamen. Plavia war eine der ältesten und einflussreichsten Studentenverbindungen an der Universität Leipzig. Aus dem 1857 gestifteten Kartellverhältnis mit der Landsmannschaft Neoborussia Halle ging das heute noch bestehende Silberne Kartell hervor.

Die Landsmannschaft Plavia erwarb 1914 das Verbindungshaus Brandvorwerkstraße 26. 1935 wurde Plavia – wie andere Landsmannschaften und Turnerschaften auch – infolge des scharfen Druckes der Nationalsozialisten, die gegen jede Verbindungstätigkeit eingestellt waren, aufgelöst. Das Haus wurde verkauft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich die in Westdeutschland lebenden Mitglieder zu einer Altherrenschaft zusammen. Um wieder einen Aktivenbetrieb zu ermöglichen, fusionierte Plavia mit der ebenfalls aus Leipzig stammenden Cheruscia zur „Leipziger Landsmannschaft Plavia-Cheruscia zu München“. 1960 wurde das Bundesleben in München aufgenommen. Die meisten Alten Herren des heutigen Bundes haben in München studiert. Da die Satzung eine Rückkehr in die sächsische Heimat forderte, verlegte Plavia-Cheruscia seinen Sitz 2010 wieder nach Leipzig.

Die Landsmannschaft Cheruscia wurde am 22. Juni 1877 in Leipzig gegründet – als „Freier akademischer Rauchclub“. 1881 wurde der Name „Cheruscia“ angenommen, der sich auf den germanischen Volksstamm der Cherusker und auf Hermann den Cherusker (Arminius) bezieht. 1909 erwarb der Bund eine noch heute bestehende Villa in der Gustav-Adolf-Straße 11 als Verbindungshaus. Infolge der von den Nationalsozialisten erzwungenen Auflösung am 13. Juni 1936 wurde das Haus verkauft. Die ehemaligen Mitglieder fanden sich in Westdeutschland zusammen und verschmolzen dort mit der Plavia zur Plavia-Cheruscia.

Die Turnerschaft Variscia wurde 1879 in Leipzig gegründet. Sie ging aus dem Verein Voigtländer Studenten hervor und trat 1912 in den Dachverband der Deutschen Turnerschaften ein. „Variscia“ ist der lateinische Name für Vogtland. Wie bei der Plavia kamen die Gründungsmitglieder aus dieser Gegend Sachsens. Auch Variscia wurde 1935 aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg traten die Alten Herren der Kölner Turnerschaft Arminia bei. Um die Tradition der Variscia fortleben zu lassen, beteiligten sich Mitglieder der Turnerschaft Arminia Köln an der Gründung der Leipziger Landsmannschaft Plavia-Arminia.

Die Akademische Landsmannschaft Saxo-Afrania zu Leipzig wurde 22. April 1988 in Böhlitz-Ehrenberg, einem Vorort von Leipzig, gegründet. Unter dem Namen „Alt-Herren-Convent Saxonia“ vereinigten sich junge und alte Akademiker, die Interesse an studentischer Kulturgeschichte und studentischem Brauchtum hatten. Obwohl Studentenverbindungen in der DDR verboten waren, gelang es, ein aktives Bundesleben zu etablieren. Bereits im Dezember 1988 wurde beschlossen, den Brauch des akademischen Fechtens wieder aufleben zu lassen. Am 23. September 1990 fand in Saaleck der einzige und gleichzeitig letzte Mensurtag der damals noch existierenden DDR statt. Infolge der Unterstützung durch die in Leipzig gegründete, seit 1960 in Heidelberg beheimatete, Landsmannschaft Afrania wurde im Dezember 1990 der Name „Saxo-Afrania“ angenommen. Das Aktivenleben, zuletzt in einer angemieteten Wohnung am Leipziger Nordplatz, musste 2001 aufgegeben werden.

Zum 1. Oktober 2010 vereinigten sich Plavia-Cheruscia und Saxo-Afrania unter dem Namen „Plavia-Arminia“. Der Bund bezog ein Bundesdomizil in innerstädtischer Lage, in der Pfaffendorfer 18 in Leipzig.

Die Landsmannschaft Plavia-Arminia setzt – über die genannten Wurzeln hinaus – die waffenstudentische Tradition aller Leipziger Landsmannschaften und Turnerschaften fort, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Leipzig bestanden.

 

Fechten

Das akademische Fechten ist ein fester Bestandteil des Bundeslebens. Das gemeinsame Fechttraining bei den „Paukstunden“ schafft ein Gemeinschaftsgefühl, wie man es außerhalb der Verbindungswelt nur selten finden kann. Seinen besonderen Reiz entfaltet das Fechten jedoch erst unter Wettkampfbedingungen, wenn mit scharfen Waffen („Glockenschläger“) eine Mensur geschlagen wird. Die Mensur ist ein Zweikampf unter sportlichen Bedingungen. Der „Paukant“ ficht für seinen Bund und die Bundesbrüder, er ringt mit zwei Gegnern: dem „Gegenpaukanten“ und dem inneren Schweinehund.

 

In erster Linie ist es ein anspruchsvoller Sport, den zu erlernen sehr viel Spaß bereitet.

Durch das Fechten unterscheiden wir uns von anderen, nichtschlagenden Verbindungen. Das gemeinsame Erlebnis, selber auf die Farben des Bundes zu fechten oder den Bundesbruder fechten zu sehen, erzeugt ein nachhaltiges Gemeinschaftsgefühl.

Das Fechten und seine Technik kann man beschreiben, nicht aber das Gefühl, das damit verbunden ist. Ausprobieren kann es jeder, der an einer „Paukstunde“ teilnimmt.

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